Was ist der Verein „Forêt Internationale“?

Forêt Internationale (Internationaler Wald) ist ein im Senegal eingetragener Verein, der zum Ziel hat, durch Aktionen im Bereich Klimaschutz und Umweltbildung unseren Planeten lebenswerter zu machen. Der Verein hat sich an der Universität von Dakar aus Studenten und Dozenten unterschiedlicher Fachrichtungen gebildet.

Die Aktionen des Vereins umfassen die Wiederaufforstung mit Wald- und Obstbäumen sowie Mangroven, die Installation von Anlagen im Bereich erneuerbare Energien (Solaranlagen, Biogasanlagen), die Sensibilisierung für die Umwelt durch Müll sammeln und Müllvermeidung, aber auch den Dialog zwischen den Religionen zu führen und mit den Einwohnern der Dörfer in der Casamance zu diskutieren und zu feiern.

Dazu lädt der Verein Menschen auf der ganzen Welt ein, durch ihre Beteiligung an den konkreten Aktionen wie dem interkulturellen Umweltschutzcamp an den Zielen im Bereich Klimaschutz und Umweltbildung mitzuwirken. Und zwei davon sind dieses Jahr wir, mein Sohn Sezar und ich, Thomas.

Was ist unser Plan für das interkulturelle Umweltschutzcamp?

Die ersten drei Tage sind wir in Dakar, der Hauptstadt Senegals. Wir werden dort nicht nur die Stadt besichtigen, sondern auch die vor Dakar gelegene ehemalige Sklaveninsel Goree. Und natürlich werden wir an die Universität von Dakar gehen, wo sich der Verein Forêt Internationale gegründet hat.

Weitere drei Tage verbringen wir in Joal. Hier werden wir die Muschelinsel besuchen, die hauptsächlich von Christen bewohnt wird, wohingegen der Senegal zu 90% muslimisch ist. Dort werden wir auch einen christlich-islamischen Dialog mit Vertretern beider Religionen führen. Schließlich steht auch noch das Pflanzen von Mangroven auf unserem Plan.

Weiter geht es durch Gambia mit einer aufregenden Fährenfahrt über den gleichnamigen Fluss in die Casamance, wo wir im senegalesischen Dorf Kouram gleich hinter der Grenze von Gambia untergebracht sind. Unser Ziel ist es, das Projekt „Forêt de la Paix“ (Friedenswald), welches wir vor zwei Jahren zusammen mit den Bewohnern von Kouram begonnen haben, heuer auch auf die Dörfer der Umgebung wie auch dem gambischen Nachbardorf Bulock auszuweiten.

Zusammen mit den Einheimischen Forsten wir die während der vor einigen Jahren wütenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen abgeholzten Wälder wieder auf. Damit wollen wir einen Beitrag zur Sicherung der Lebensgrundlage leisten und uns gegen den Klimawandel engagieren.

Nach sieben Tagen im Dorf kommt die Rückfahrt nach Dakar und der anschließende Heimflug. Wir haben ein umfangreiches Programm für unser interkulturellen Umweltcamp aufgestellt, worüber wir in diesem Blog je nach Verfügbarkeit von Internet berichten werden. Sicherlich kommen noch weitere spannende Punkte hinzu, seid also gespannt auf das was kommt.