Kannst Du Dich auch engagieren?

Der senegalesische Verein Forêt Internationale veranstaltet weitere Camps. Nächstes Jahr findet im März ein Camp zu alternativer Energie statt und im Sommer wieder das hier beschriebene Camp Friedenswald. Du bist gerne eingeladen, an diesen Camps teilzunehmen, weitere Informationen findest Du auch unter www.foretinternationale.org.

Wer nicht in den Senegal reisen und vor Ort mithelfen möchte, kann sich gerne finanziell einbringen. Unter betterplace.org gibt es eine Spendenseite, die eingerichtet wurde, um die Arbeit von Forêt Internationale zu unterstützen, siehe https://www.betterplace.org/de/projects/21778-friedenswald-klimaschutz-und-konfliktmanagement-in-senegal-und-gambia. Sie ist etwas veraltet, was die eingestellten Projekte betrifft, das Geld fließt aber zu 100% in die senegalesische Vereinskasse. Leider sind Spenden ins nichteuropäische Ausland nicht steuerlich anrechenbar, somit erübrigt sich die Frage nach einer Spendenquittung.

Wir diskutieren derzeit ein neues Projekt, Solar-Straßenlaternen für Kouram. Laut einer Internet-Recherche gibt es welche für ca. 2.000 Euro zu kaufen, was aber nicht unser Ziel ist. So werden wir uns jetzt erst einmal mit der Konstruktion eines Eigenbaus beschäftigen, der von den Leuten vor Ort mit Hilfe der Camp-Teilnehmer unter Verwendung einfacherer Mittel realisiert werden kann. Unser Ziel ist, weniger als ein Viertel der oben genannten Summe zu erreichen.

Du kannst Dich gerne bei der Konstruktion mit Ideen und Vorschlägen einbringen. Wenn wir wissen, wie wir die Solar-Straßenlaterne bauen wollen und eine Materialliste erstellt haben, können wir auch sagen, was eine Lampe kosten wird. Dann werden wir dieses Projekt bei betterplace.org einstellen, wo wiederum Spenden gerne angenommen werden.

Zeit für ein Fazit

Der heutige Sonntag ist der letzte Tag in Dakar für uns, wir werden heute Nacht um 1:55 Uhr mit TAP Portugal mit einem Zwischenstopp wieder in Lissabon zurückfliegen und morgen um 12:55 Uhr in München landen. Somit ist heute der Tag, ein kurzes Fazit über diese Reise zu ziehen.Wie ihr gelesen habt, haben wir viele Dinge erlebt. Wichtig war immer, eine gewisse Ruhe und Geduld mitzubringen. Viele Dinge regeln sich erst im letzten Moment, Planungen ändern sich kurzfristig. Nicht alles klappt immer, aber irgendwie geht es immer weiter. Zeit nehmen und Geduld beweisen sind vielleicht zwei Dinge, die wir mit zurück nehmen.

Kennen gelernt haben wir Menschen, die gerne mit anderen im Kontakt sind. Viel Interaktion gehört immer dazu und auch Nähe, besonders in den verschiedenen Transportmitteln. Wenn sich auch unsere Erwartungen an Verhalten und Umgang unterscheiden, lässt man sich auf diese Gesellschaft ohne Barrieren im Kopf ein, erlebt man eine offenherzige und respektvolle Gemeinschaft.

Unser Ziel, das Projekt Friedenswald voranzubringen, es über die Grenzen des Senegals nach Gambia zu tragen, den Ausbau erneuerbarer Energie zu fördern und viel Aufklärungsarbeit zu den Themen Umweltschutz und erneuerbare Energien zu leisten, haben wir in einer intensiven Woche in Kouram erreicht. Dazu gehörten die zahllosen Gespräche und das Knüpfen von engen Verbindungen mit Vertretern von Dörfern, Organisationen und Behörden. Dies alles wird unsere weitere Arbeit in Zukunft begleiten, vereinfachen, aber auch umfangreicher gestalten.

Besuch des Kunstmarktes und des Monuments

Den Sonntag Vormittag nutzten wir, um den Kunstmarkt in Dakar zu besuchen. Er befindet sich auf dem Gelände ehemaliger Unterkünfte, die von den chinesischen Bauarbeitern genutzt wurden, als sie das nahegelegenen Stadium gebaut hatten. Nach der Fertigstellung des Stadions und dem Abzug der Bauarbeiter wurden die Unterkünfte von den Künstlern bezogen. In kleinen Lädchen und auch davor findet man Bilder und Skulpturen. Leider waren wir etwas früh dort, so dass noch einige Künstlerateliers geschlossen waren. Stolz zeigte uns ein Künstler, dass er auch schon in Kassel vertreten war.Dann sind wir weiter zum übergroßen Monument der afrikanischen Wiedergeburt gefahren, von wo man einen herrlichen Ausblick auf Dakar hat. Von Nordkoreanern wurde das Monument, das größer als die Freiheitsstatue ist, erbaut und 2010 fertiggestellt. Unser einheimischer Begleiter verwies kritisch auf die hohen Baukosten, warum es von der Bevölkerung eher abgelehnt wird, dazu wirkt es stalinistisch und wenig passend für ein vorwiegend islamisches Land.

Manchmal läuft es anders

Für Joal hatten wir noch mehr Punkte auf dem Programm. Eine geplante Aktivität war, dass wir zusammen mit einer lokalen Gruppe Mangroven anpflanzen wollten. Die Organisation gestaltete sich etwas schwierig, so dass wir diesen Punkt leider fallen lassen mussten. Auch der für hier geplante interreligiöse Dialog unter Beteiligung der hiesigen Vorsteherin des Klosters und des lokalen Imams kam leider nicht zustande. Letzterer ist nach Dakar gereist, wo er sich an Vorbereitungen für die Pilgerfahrt nach Mekka beteiligt. 

Auch der Besuch des hiesigen Fischmarkts, der sehr groß ist und von dem auch viel Fisch nach Europa verkauft wird, hat gestern Abend nicht mehr geklappt. Wir haben dieses Mal kein Fahrzeug zur dauerhaften Verfügung und der Transport mit den unplanmäßig vorbeifahrenden Kleinbussen ist sehr zeitaufwändig, so dass wir erst sehr spät dort angekommen wären, wo dann das bunte Treiben und das Entladen der Fischer-Pirogen schon vorbei gewesen wäre. So begrenzt sich unsere große Aktion heute wohl auf die Rückfahrt nach Dakar, wo wir dann wieder in der christlichen Herberge unsere Zimmer bekommen.

Die Muschelinsel

Nach dem Museumsbesuch gingen wir weiter zu der Muschelinsel Fadiouth, eine künstlich mit Muscheln aufgeschüttete Insel mit einer benachbarten Friedhofsinsel, ebenfalls aus Muscheln künstlich aufgeschüttet. Wir fuhren zunächst mit einer kleinen Piroge, einem schmalen Boot, dass immer zu kentern schien und von einem Mann mit einem langen Stock vorwärts gedrückt wurde, zu den Mangrovenfeldern, bevor wir uns auf der Friedhofsinsel haben absetzen lassen.Dann gingen wir, nachdem wir die vielen christlichen und wenigen muslimischen Gräber betrachtet hatten, über einen langen hölzernen Steg auf die Hauptinsel. Da Fadiouth ein beliebtes Touristenziel ist, gab es viel Handwerkskunst in den zahllosen Läden zu kaufen. Wir besichtigten die sechseckige Kirche der Insel, die ein großes Herz am Kirchturm trägt. Der Rückweg führte uns über einen weiteren sehr langen Holzsteg zum Festland, den wir aber auf einem gerade vorbeikommenden landestypischer Eselkarren bewältigten, ein toller Spaß, denn der Kutscher drückte meinem Sohn Sezar die Zügel in die Hand und blieb dann in einigem Abstand hinter uns. Nun, wir sind mit seiner Fahrkunst heile auf der anderen Seite angekommen.

Das Museum des ersten Präsidenten

Dann erreichten wir das Museum über Léopold Sédar Senghor, dem Staatsgründer und ersten Präsidenten Senegals. Eine witziger Führer erklärte uns auf Französisch die ganze Geschichte, was dann von einem unserer Germanistikstudenten, Mohamed Sow, fabelhaft übersetzt wurde. Das Museum ist das Haus des Vaters, der mit fünf Frauen insgesamt 41 Kinder gezeugt hat, ein Polygamist, aber auch ein Christ. Da er als erfolgreicher Geschäftsmann sehr mächtig war, konnte er sich hierbei gegen den lokalen Geistlichen durchsetzen.Senghor war das achte Kind seiner dritten Frau, die er nur geheiratet hatte, weil einmal ein alter Mann ihm geraten hatte, diese Frau zu nehmen, denn sie werde einen großen Mann gebären. Da sie nicht die schlaueste und hübscheste war, liebe er sie jedoch nicht, auf Grund der Weissagung zeugte er aber neun Kinder mit ihr.

Senghor selbst war ein Dichter, der Französisch sehr gut beherrschte und so Lehrer in Frankreich wurde. Später wurde er auch in die französische Nationalversammlung gewählt und wurde Wissenschaftsminister. 1960 ging er zum französischen Präsidenten und bat um die Unabhängigkeit Senegals, die ihm in dem 9-minütigen Gespräch gewährt wurde. Er wurde dann bis 1980 der erste Präsident Senegals.

Joal und die Handwerker

Den heutigen Freitag Vormittag fuhren wir zunächst mit dem Bus ins Zentrum von Joal. Von dort gingen wir die Hauptstraße entlang mit dem Ziel, das Museum des ersten Präsidenten Senegals zu besuchen. Entlang der Hauptstraße hatten wir Gelegenheit, die verschiedenen Handwerker bei der Ausübung ihres Berufes hautnah zu erleben, darunter Schreiner, Näher, Mechaniker, Schweißer, usw. Und fast alle nutzten den unbefestigten Platz neben der Straße für ihr Geschäft. Für alle Tätigkeiten standen nur einfache Mittel zur Verfügung, trotzdem kamen schöne Möbelstücke, reich verzierte Stahl-Eingangstüren und wieder funktionierende Fahrzeuge als Ergebnis dabei heraus.

Ankunft im Kloster Saint Coeur de Marie

Nachdem wir auch den zweiten Fluss namens Senegal mit der Fähre überwunden hatten, kamen wir nach einer langen Busfahrt gegen sieben Uhr, also nach dreizehn Stunden Fahrt, endlich in Joal an. Die lange Busfahrt war von daher eine Tortur, dass die Sitzbänke keine originalen waren, sondern lokale Selbstbauten aus Eisenrohr und Holz, damit eine Sitzreihe mehr rein passt. Entsprechend dünn war die Polsterung, wenn man überhaupt davon sprechen kann. Jeden Sitzknochen spürend, dafür die Beine auf Grund des Platzmangels nicht mehr, stiegen wir aus dem Fahrzeug aus.

Eine Nonne des Klosters Saint Coeur de Marie zeigte uns unsere Zimmer. Während wir vor zwei Jahren noch einen Schlafsaal für alle hatten, den wir auch noch ausfegen mussten, wurden wir dieses Jahr mit Einzelzimmern für jeden überrascht. Jedes Zimmer hat sogar eine Toilette zum sitzen sowie eine Dusche. Und obendrein noch eine Steckdose für die Mobiltelefone, Dinge, die wir furchtbar vermisst hatten. So nutzte jeder zunächst die Zeit für sich, duschen, Handy laden, usw.

Vor dem Abendessen sind wir noch an den nur wenige hundert Meter entfernten Strand gegangen. Es war schon dunkel, trotzdem konnte man dem Spiel der Krebse gespannt zusehen, die sich immer wieder von der Brandung überspülen ließen. Und dann gab es Spaghetti, die von den Nonnen für uns zubereitet wurden. Kein Reis mit Fisch oder Fleisch, davon hatten wir in den letzten Tagen genug gesehen. Entsprechend zufrieden mit dem Vorgefundenen fielen wir später sehr müde ins Bett.

Abreise aus Kouram

Heute ganz früh kam Mustapha mit einem Kleinbus und zwei Fahrern aus Gambia zurück nach Kouram. Um sechs Uhr machten wir uns dann auf den Weg, da die Fahrer uns heute bis nach Joal bringen wollen, aber selbst noch nach Gambia zurückkehren wollen. Wir kamen auch bis einige Dörfer hinter Kafuta, dann ging der Treibstoff aus. Einer der Fahrer besorgt gerade Diesel, während wir am Straßenrand warten. In dem kleinen Bus sitzen wir übrigens mit 16 Leuten, ja, das geht.

Palaver mit Vertretern der Dörfer

Den vielen Vertretern aus den umliegenden Dörfern haben wir zunächst stolz die umgesetzten Projekte im Dorf gezeigt. Das Interesse besonders an der Biogas-Anlage und dem Solar-Trockenofen war sehr groß. Wir haben dann den ganzen Nachmittag bis in den Abend in mehreren Gesprächsrunden mit ihnen Möglichkeiten der Intensivierung der Zusammenarbeit besprochen. Es wurde viel geredet, die Bedeutung für die Region hervorgehoben sowie der Austausch von Wissen und die aktive dorfübergreifende Beteiligung an Projekten aller Seiten vereinbart. Die Rolle der Jugend wurde immer wieder herausgestellt, es geht ja auch darum, ihnen in der Region eine Zukunft zu bieten, damit sie nicht abwandern. In zukünftigen Camp des Forêt Internationale sollen auch einige junge Vertreter aus den Dörfern teilnehmen, um das Wissen und Bewusstsein weiter zu geben, welches sie als Multiplikatoren in ihre Dörfer tragen können.

In der Nacht haben wir noch die Mädchen und jungen Frauen versammelt, um mit ihnen ihre Einbindung zu besprechen. Sie entschuldigten sich für Ihre mangelnde Beteiligung in diesem Jahr, sie wollen sich in der Zukunft wieder mehr einbringen. Ich bedankte mich bei allen, dass ich ihr Gast sein dürfte und so viel über die Bedeutung von Wald, Wasser und Energie lernen durfte. Das Bewusstsein hilft uns, mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen sorgsamer umzugehen, das ist der kleine Teil an Umweltschutz, den wir beitragen können.

Einbindung der Jugend

Um die Mittagszeit herum haben wir die Jugend des Dorfes in die Schule gebeten, um mit ihnen über ihre Einbindung in die Umweltschutzarbeit zu sprechen. In vielen Reden wurde die Wichtigkeit der Arbeit hervorgehoben. Eine Vertreterin aus Kafuta hob beeindruckend hervor, dass sich die Mädchen wie in ihrem Dorf zusammenschließen und gemeinsam für den Schutz der Umwelt arbeiten sollen. Schließlich sei man mittlerweile emanzipiert und trägt somit auch eine bedeutende Rolle. Ich betonte, dass Umweltschutz eine große Aufgabe sei, jedoch im kleinen anfängt. Die Jugendlichen sollen ihre Ideen für ihre Umgebung mit einbringen, egal wie klein oder groß sie sei.Am Nachmittag kam eine Gruppe von Jugendlichen Männern auf uns zu und wollten speziell mit Amadou Badji und mir sprechen. Sie trugen uns ihre Wünsche für das Dorf vor, speziell eine Erweiterung des Schulgebäudes, ein Gebäude für die Jugend, einen Bus oder Auto für den Transport von Kranken, einen Traktor, der auch für die Waldbrandbekämpfung eingesetzt werden soll, einen weiteren Brunnen und eine Mobiltelfon-Ladestation. Ich bedankte mich für den Vortrag ihrer Wünsche, fügte noch den Vorschlag des Bürgermeisters für eine Straßenbeleuchtung hinzu und fasste dann zusammen, dass es zum großen Teil sehr große Projekte sind, für deren Umsetzung man auch in Deutschland Partner gewinnen müsste. Wir nehmen die Themen mit und werden darüber beraten, wie und in welcher Reihenfolge man einzelne Projekte aufgreifen kann. Hier müssten auch noch die Wünsche einer Mädchengruppe mit einfließen.

Baumpflanzungen im Friedenswald

Am heutigen letzten Tag in Kouram standen Baumpflanzungen im Forêt de la Paix auf unserem Programm. Dazu waren Vertreter der umliegenden Dörfer eingeladen wie auch die Bewohner des Dorfes selbst. Wir waren eine große Gruppe, die mit vielen Baumsetzlingen ausgestattet in kleinen Gruppen durch den Friedenswald liefen und unter Berücksichtigung der schon in den Vorjahren gepflanzten Bäumen und dem Altbestand geeignete Plätze für die jungen Pflanzen suchten. Dabei wurde auf genügend Abstand zwischen den Bäumen geachtet.War ein geeigneter Platz gefunden, wurde ein Loch ausgehoben, die Wurzel des Setzlings von der Plastikfolie befreit und eingepflanzt. Die Erde wurde gepresst, so dass der kleine Baum gut halt findet und nicht beim ersten Regen weggespült wird. Ich habe es immerhin geschafft, fünf Bäumchen zu pflanzen, denn die Mitstreiter waren alle sehr erpicht darauf, einem die Arbeit abzunehmen, wir waren ja schließlich ihre Gäste.

Der Tag des Baumes

Heute ist auch der Tag des Baumes, der besonders gewürdigt wurde. Es wurden Gäste eingeladen, unter anderem aus Kafuta, dem Dorf, das wir gestern besucht hatten. Aber auch ein hoher Vertreter der Regionalbehörde hat zugesagt, wie auch eine Vertreterin der NGO Concern International, die sich die Arbeit in Kouram ansehen wollte.Dem Besuch zu Ehren wurde am Vormittag eine Kuh geschlachtet. Dies war eher kein Anblick für uns Deutsche. Dann kamen die ersten Gäste, so Professor Jessica Steinberg von der Universität in Indiana, die die NGO vertrat. Ich stieß zuerst auf ihren Ehemann, einen Agrarwissenschaftler, der in der Casamance schon seit drei Jahren aktiv ist, sowie seinen Doktorvater, einem Professor von der Universität von Hawaii, der zwei Wochen vor Ort ist, um sich selbst ein Bild zu machen.

Da der Vertreter der Regionalregierung noch auf sich warten ließ, begannen wir einen Dorfrundgang mit der Vorstellung des Friedenswaldes, des Solargartens, des Solar-Trockemofens, der Biogasanlage und den Solaranlagen. Schließlich wurde noch ein symbolischer Baum vor dem Geburtshaus gepflanzt.

Am späten Nachmittag, als alle Gäste da waren, gab es dann eine große Versammlung, an der auch viele Dorfbewohner teilnahmen, insbesondere die Vertreter der verschiedenen Organe des Dorfes. Es wurde über den Schutz des Waldes in der Region gesprochen, die Einbindung der Jugend in diese Aufgabe, die Waldbrandgefahr, aber auch das Thema Malaria wurde angesprochen. Auch ich wurde gebeten, eine Rede zu halten, die nach jedem Satz gleich übersetzt wurde. So kam ich auch in den Genuss, an dieser Palavertradition aktiv teilzunehmen.

Abschluss der Projekte am Schulgebäude

Den Vormittag des heutigen 2. Augusts 2016 nutzten wir, um die Projekte am Schulgebäude abzuschließen. Während Nicole mit lokaler Unterstützung die Schulbänke soweit möglich komplettierte und die in Gambia organisierten Schrauben einsetzte, baute ich mit einigen Kollegen die Solaranlage auf. Besonders Sidiath war von großer Hilfe, da er durch seine Größe überall gut herankam, was höher zu montieren war. Der Erfolg war dann, dass das Licht in den Klassenräumen hell aufleuchtete. So vergaß ich fast, wie durchgeschwitzt ich mittlerweile war.Das Foto zeigt den Fischhändler, der täglich von Bulock aus durch das Dorf radelt und seinen Fisch anbietet.

Und nochmal Regenzeit

Auf dem Rückweg nach Kouram wurden wir am Ortsausgang von Bulock von einem heftigen Regen überrascht. Zum Glück war noch ein Haus in der Nähe, wo wir uns unterstellen konnten. Der Regen war so stark, dass innerhalb kurzer Zeit Wannen, in denen das Wasser vom Dach aufgefangen wurde, voll waren. Einige Kinder spielten in dem Regen Fußball und hatten mächtig Spaß, wenn sie in die großen Pfützen fielen. Die Straße vor dem Haus verwandelte sich in kurzer Zeit in einen strömenden Fluss, so hatte es den Anschein. Ich fragte gleich, ob wir ein Boot nach Kouram nehmen können.Auch einige unserer Kollegen genossen den Regen und als sie komplett durchnässt waren, entschlossen sie sich, bei dem strömenden Regen schon mal vorzugehen. Als der Regen fast aufgehört hatte, entschlossen auch wir uns, den Rückweg anzutreten, was über eine weite Strecke auch fast trocken gelang. Dann aber fing es wieder leicht an zu regnen, so dass wir auch durchnässt in Kouram ankamen.

Der Regen hält uns leider auch bei unseren Projekten auf. Eine Gruppe ist heute im Dorf geblieben, um an der Biogasanlage mit einfachen Zeichnungen und Beschriftungen den Gebrauch zu erläutern. Das alles geschah unter der Anleitung und Gestaltung unseres begleitenden Künstlerkollegen Serdimart. Leider setzte der Regen ein, bevor die Farbe ganz trocken war, so dass einige Bilder etwas verlaufen sind. Hoffentlich können wir sie noch retten.

Besuch des gambischen Dorfes Kafuta

Am heutigen Montag Morgen stand der Besuch des gambischen Dorfes Kafuta auf unserem Plan. Dazu sind wir zunächst die etwa vier Kilometer nach Bulock gegangen, sozusagen einen Schmugglerpfad entlang. Dort angekommen nahmen wir einen kleinen Bus, der an allen Ecken noch Leute aufnimmt.In Kafuta angekommen stoppten wir an einer Baumschule. Zunächst besichtigten wir diese, dann trafen wir uns mit einem Vertreter der staatlichen Forstbehörde des Dorfes. Wir tauschten in kleinen Reden offiziell aus, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit beim Schutz der Umwelt ist, dann nahmen wir insgesamt 76 kleine Baumsetzlinge und gingen in ein nahegelegenen Waldgebiet, wo wir auf kleineren Lichtungen die Bäume einpflanzten. Hier habe ich nun auch meinen ersten Baum in Afrika gepflanzt.

Als wir mit den Pflanzungen fertig waren, gingen wir zu einem nahegelegenen Schulgelände, wo wir uns in einem großen Kreis unter einen Schatten spendenden Baum versammelten. Schon bei den Pflanzungen sind einige Vertreter aus Kouram zu uns gestoßen, unter anderem der Bürgermeister und der Imam. Zu der Versammlung sind dann noch ein Vertreter der regionalen Forstbehörde Gambias, der zweite Imam aus Kafuta und mehrere Vertreter von örtlichen Frauenorganisationen hinzugekommen.

In einigen Reden bedankte sich jeder für die beginnende grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Man hob hervor, wie wichtig die Umweltarbeit für die Frauen ist, die sich in der Regel um Brennholz und Nahrung kümmern. Die Rolle der Jugend bei diesem Thema wurde betont. Man bedankte sich auch für unsere deutsche Beteiligung, die die Wichtigkeit nochmal separat betont. Es geht jetzt auch darum, gegenseitig das Wissen über erneuerbare Energie und Umweltschutz auszutauschen. Insgesamt wünscht man sich eine lange und intensive Zusammenarbeit.

Internet

Mustapha hat mir aus Gambia heute Mittag eine Datenkarte mitgebracht, mit der ich ins Internet kommen soll, Leider ist die Verbindung in Kouram nicht sehr gut, so dass ich am späten Nachmittag beschloss, nach Bulock zu laufen. Nicole und zwei Einheimische begleiteten mich. Wir gingen bis dicht an den Sendemast in Bulock, trotzdem dauerte es mit Bilder hochladen mehr als eine Stunde, um nur die Beiträge des Reisetages nach Kouram hochzuladen. Da es spät wurde, machten wir uns auf den einstündigen Fußweg zurück ins Dorf. In Kouram probierte ich nochmal, Bilder hochzuladen, das war aber nicht möglich, der Ladevorgang brach immer ab. Morgen wollen wir in ein gambisches Dorf gehen, wo ich hoffentlich eine bessere Verbindung habe.Das Bild zeigt Kinder, die in Bulock gerne von uns fotografiert werden wollten, und Nicole mittendrin, nachdem sie ein Foto gemacht hatte.

Die Kooperativen der Frauen

Wir haben uns mit Vertretern der vier Kooperativen der Frauen getroffen. Diese stellen zum Beispiel Stofftaschen für die Einkäufe her. Wir wollten ihre Erfahrungen bei der Plastikvermeidung wissen. Einmal monatlich versammeln sie sich, um im Dorf den Müll, insbesondere den Plastikmüll aufzusammeln, der auch von den vielen Durchreisenden hinterlassen wird. Auch betreiben Sie die Geburtsstation, wo sie mit der Solaranlage eine gute Einnahmequelle für den Kauf von Medikamenten erhalten hatten. Ihre Erfahrung damit ist gut, trotzdem wünschen sie sich noch mehr Unterstützung im Bereich Medikamente. Denn so viele Mobiltelefone schafft die Anlage nicht, aufzuladen, so dass sie nicht alle benötigten Medikamente von dem erwirtschafteten Geld kaufen können.

Die Solaranlage der Schule

Heute wollten wir die Solaranlage der Schule installieren. Aber zunächst sollte das Gestell für die Solarpanels aufgestellt und befestigt werden. Relativ schnell übernahm ich die Rolle eines Bauleiters und erklärte, wie wir das Fundament errichten. Es wurden da, wo die vier Füße des Gestells stehen sollen, einen halben Meter tiefe Löcher ausgehoben. Dann wurde mit Zement Beton angerührt und die Löcher bis auf 15 Zentimeter aufgefüllt.Dann schlug ich ein Stützgestell aus Steinen vor, dass die Füße des Gestells nicht tiefer einsinken können und ich markierte die Stützen mit Klebeband, damit man sieht, wie tief die Stützen in den Beton eingesetzt werden sollen. Wir setzen das Gestell ein und füllten die Löcher komplett aus. Morgen sollte alles trocken sein, so dass wir die Solarpanels einsetzen und die Anlage anschließen können.

Le Forêt de la Paix – der Friedenswald

Den dritten Tag im Dorf begannen wir mit der Besichtigung des Friedenswaldes. Das Gebiet, das ich auf etwa einen Quadratkilometer schätzen wurde, war vor den Unabhängigkeitskämpfen dicht bewaldet gewesen und in der Zeit weitflächig abgeholzt worden. Wenn jetzt stärker Regen fällt, wird die Erde mit dem abfließenden Wasser mitgeschwemmt und auf das benachbarte Reisfeld gespült, wodurch die Reisfelder versanden und unbrauchbar werden. Das ist der Grund, warum sich das Dorf dort wieder einen Wald wünscht.Vorletztes Jahr haben wir mit den Baumpflanzungen begonnen. Um die jungen Pflanzen insbesondere vor den Ziegen zu schützen, wurde ein Zaun um das Gebiet gezogen. Wir sind mit Amadou und Mélinda einmal um das Gebiet gegangen, um den Zaun zu inspizieren, der an wenigen Stellen eine Ausbesserung bedarf. Dies werden wir mit der Dorfgemeinschaft besprechen.

Letztes Jahr wurde mit den Baumpflanzungen fortgefahren, Wir schauten uns einige der Bäume an, die noch sehr klein sind. Es bedarf einiger Jahre, bis sie eine stattliche Größe erreichen werden, allzu ungeduldig darf man dabei nicht sein. Wir schauten uns auch die Strauchpflanzen an, von deren Blättern die Frauen Teeblätter gewinnen, ein Tee, der besonders bei Erkältungen hilft. Dieser wird mittlerweile auch in Deutschland verkauft. Wir planen, am 2. August einige Baumpflanzungen im Forêt de la Paix durchzuführen. Dieser Tag ist der Tag des Baumes.

T-Shirt bedrucken

Am frühen Abend stand dann T-Shirt bedrucken auf dem Programm. Eine Frauenkooperative hat einig weiße R-Shirts gekauft und wollte sie mit dem Logo der Friedenswald-Initiative von uns bedruckt haben. Eine entsprechende Siebdruck-Vorlage war schon erstellt. Zunächst wurde ein Testdruck vorgenommen und danach die Vorlage noch etwas ausgebessert. Dann würden die T-Shirts bedruckt und auf eine Leine aufgehangen. Das Resultat lässt sich durchaus sehen.

Fahrzeugreparatur

Am späten Abend entdeckte ich einen kleinen Bus, der auf der Hauptstraße des Dorfes stand und an dem einige Leute mit Taschenlampen der Dunkelheit trotzend eine Reparatur an der Hinterachse durchführten. Neugierig bin ich dorthin gegangen und habe mich beobachtend daneben gestellt, auf Grund der Dunkelheit wenig auffallend. Es stellte sich heraus, dass sich die Blattfedern verschoben hatten. Das Fahrzeug wurde hinten dann mit einem für die Fahrzeuggröße recht kleinen Wagenheber hochgehoben, um die Federn zu entlasten, danach wurden einzelne Federblätter mit einem großen Eisenrohr wieder in Position geschlagen. Eigentlich werden die Federblätter mit einem U-Eisen zusammengehalten, dieses fehlte aber auf beiden Seiten der Achse. Als die Federn wieder in der richtigen Position waren, wurde das Fahrzeug wieder abgelassen und die Federn mit seinem Seil zusammengebunden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das lange hält, aber der Bus fuhr dann nach vollendeter Reparatur vollbesetzte weiter.

Regenzeit

Am Nachmittag haben wir die Regenzeit voll zu spüren bekommen. Gegen zwei Uhr fing es recht stark an zu regnen. Zunächst haben einige aus unserer Gruppe den warmen Regen genossen und sich fleißig nass regnen lassen. Manche nahmen sogar ihr Duschgel mir und nutzten den Regen als Dusche. Wir stellten unsere Eimer auf, um den Regeln zu sammeln, dass sollte uns einige Wege zum Brunnen sparen, von wo wir sonst das Wasser holen. Leider hat der Regen bis in den Abend gedauert mit nur kurzen Unterbrechungen, so dass wir den Nachmittag recht untätig herumgesessen haben. Nur am späten Abend haben wir noch einen größeren Spaziergang durchführen können, wobei die Wege voll riesiger Pfützen waren, denen wir mit Mühe versuchten, auszuweichen.

Der zweite Tag in Kouram

Gestern, als wir die Schule besuchten, stellten wir fest, dass viele Schulbänke unbrauchbar waren. Am Abend hatte ich vorgeschlagen, diese Bänke Instant zu setzen. Dies haben wir dann gleich am Morgen in Angriff genommen. Es zeigte sich, dass wir aus den vielen Teilen einige Bänke wieder zusammensetzen können. Es fehlten viele Schrauben, die nicht mehr vorhanden waren, um noch weitere Schulbänke zusammenbauen zu können, müssten wir weitere Schrauben und Muttern besorgen. Mustapha bot sich an, diese in Gambia zu besorgen, wenn er dahin fährt.Da ich gefragt wurde, mir die Solaranlage der Schule anzuschauen, machte ein Teil der Gruppe, insbesondere Nicole und Sezar weiter mit dem Zusammenbau. Dabei waren sie von einigen Dorfkindern umgeben, die dem Treiben aus nächster Nähe beiwohnen wollten.

Die Solaranlage für die Schule war in unserem Haus aufgebaut. Schnell war klar, dass die Anlage die Batterie lädt. Was nicht funktionierte, war die Transformation auf 220 Volt. Den Umspanner nahm ich mir vor und schraubte ihn zunächst umlagert von vielen Kindern auf. Dann probierte ich ihn an dieser und der Anlage im Geburtshaus. Schließlich entdeckte ich einen defekten Transistor. Die Reparatur muss von einem Fachmann durchgeführt werden, ohne Werkzeug, Lötkolben und Ersatzteil kann ich auch nichts ausrichten.

Wir haben eine große Kiste mit kleinen Solarpanels und Lampen mitgebracht. Da die Sachen gebraucht sind und wir nicht wissen, ob sie funktionieren, habe ich einige Aufbauten vorgenommen, um sie zu testen. Die Solarpanels gingen alle, aber die Akkus und Lampen waren zum großen Teil defekt. Die brauchbaren Sachen können wir im Dorf lassen, den Rest sollten wir mitnehmen und wegschmeißen.

Da ich hier als Solarexperte gelte, kamen auch Bewohner mit ihren Solarleuchten zu mir, von denen sie glaubten, sie seien defekt. Zumeist ist der Schalter das Problem, den man etwas Instand setzen musste, dann war alles wieder ok.  

Dorf-Rundgang

Am späten Nachmittag gingen wir mit Amadou Badji und Jo eine große Runde durch das Dorf. Wir besuchten viele Häuser, vor denen sich die Familien in einem schattigen Plätzchen aufhielten. Wir begrüßten alle mit Handschlag, tauschten Höflichkeiten aus und Amadou erzählte uns ein wenig über die Familien und wie sie miteinander verwandt sind. Unter anderem besuchten wir auch Amadous Oma, die etwas krank in einem der Häuser weilte. Sie ist auch stellvertretende Vorsitzende einer der Frauengruppen im Dorf. So kamen wir auch in eines der Häuser und konnten einen Vergleich zu unserem recht leeren Haus ziehen. Das Haus war nicht viel voller, eine Einrichtung mit Möbeln wie bei uns bekannt konnten wir nicht entdecken.

Versammlung im Dorf

Am Nachmittag setzen wir uns mit den verschiedenen Vertretern aus dem Dorf zusammen, um die Planung der Woche durchzugehen. Da es in Silathiaye ein großes Fest gibt, wo für die jungen Männer aus vielen Dörfern der Gegend eine Art Reifeprüfung abgehalten wird, wo sie sich einige Wochen in einem magischen Wald aufhalten werden, besuchen wir dieses Dorf nicht. Wir werden aber Vertreter aus dem Dorf in den nächsten Tagen nach Kouram einladen, um über unsere Arbeit zu berichten und sie für das Thema Umweltschutz zu sensibilisieren. Diese Programmänderung wurde besprochen und beschlossen.Wir haben aus Deutschland auch einige Geschenke mitgebracht, Nicole hatte gleich eine große Reisetasche voll verschiedener Dinge. Viele sind für die Schule geeignet, wie Stifte, Hefte und Malkästen. Mit dem Elternvertreter wurde beschlossen, dass mit dem Direktor der Schule, der derzeit auf dem zuvor erwähnten Fest ist, die Verteilung der Geschenke unter den Schülern besprochen wird. Jeder soll etwas erhalten, die guten Schüler aber besonders bedacht werden, um so auch die schlechteren Schüler zu besseren Leistungen zu motivieren.

Das Geburtshaus

Vor zwei Jahren hatte ich mitgeholfen, eine Solaranlage am Geburtshaus aufzubauen und Licht im Haus zu installieren, daher mussten wir dieses Haus auch unbedingt besuchen. Die Hebamme des Dorfes empfing uns und zeigte uns, dass noch alles funktionierte. Mittlerweile gab es auch Liegen in jedem Raum für die Schwangeren Frauen.Die Solaranlage wird auch dazu genutzt, gegen Entgelt Mobiltelefone aufzuladen. Diese Einnahmequelle dient dazu, Geld für benötigte Medizin zu bekommen. Wir haben die Hebamme auch gefragt, wie viele Geburten es dort im Jahr gibt. Sie berichtete von etwa fünfzehn Geburten. Laut Amadou leben etwa 900 Personen im Dorf.

Das Schulgebäude

Neben der Biogasanlage liegt das Schulgebäude, welches wir gleich mit besichtigt haben. Dort wird viel Aufklärungsarbeit zu Umweltthemen geleistet, so zum Beispiel über Müllvermeidung und den Umgang mit der Natur. Letztes Jahr hat die Sommercamp-Gruppe den Klassenraum mit Motiven zum Thema Umwelt verschönert. Derzeit sind Ferien, dennoch stellten wir fest, dass einige Schulbänke dringend repariert und Instand gesetzt werden müssen. Vielleicht finden wir die Zeit, hieran etwas zu arbeiten, ein funktionierendes Schulgebäude ist schließlich auch für unsere Aufklärungsarbeit eine wichtige Institution.

Die Biogasanlage

Nach unserer Rückkehr aus dem Wald schauten wir uns auch die neue Biogasanlage an, die erst vor wenigen Monaten in Betrieb genommen wurde. Es gibt ein betoniertes Rührbecken, in dem die Biomasse, zumeist zusammengetragener Kuhdung, in eine breiige Masse verrührt wird, bevor sie in das große unterirdische Betonbecken geleitet wird. Auch Toiletten hat man neben die Anlage gebaut, deren „Sammlung“ auch direkt in das Becken eingeleitet wird. Am höchsten Punkt des Beckens ist ein Rohr mit Ventil eingebaut, von wo das Biogas abgezapft wird.Neben der Biogasanlage wurde ein Kochhaus erbaut, in dem es zwei mit Biogas betriebener Kochstellen gibt. Ein Manometer im Kochhaus zeigt den Druck, der in der Anlage herrscht. Unser Essen wird dort gekocht. Die Idee ist, dass die Leute im Dorf diese Kochstellen nutzen und nicht mehr die offenen Feuerstellen, die sie mit Holz aus dem Wald betreiben. Die Pläne für die Anlage kamen auch vom Institut für Umweltwissenschaften, sie wurden aber von den Einwohnern umgesetzt.

Wir wollen an den Toiletten noch Schilder anbringen, dass die Leute dort keine Seife verwenden, da diese den Zersetzngsprozess stört. Die Hände sollen sie sich vor den Toiletten waschen, dort können sie die Seife problemlos nutzen.

Der Solar-Trockenofen

Vor unserem Haus steht ein Solar-Mango-Trockenofen, den ich mir morgens erst mal genauer habe erklären lassen. Auf den Regalen im Inneren sind geschnittene Mangostreifen zum Trocknen ausgelegt. Luft wird hinter einer Glasscheibe erwärmt und dann mit solarbetriebenen Lüftern auf die Regale geleitet, wodurch den Mangostreifen mit der Zeit die Feuchtigkeit entzogen wird. Die getrockneten Mangostreifen, die immer noch süß schmecken, werden so haltbar. Sie werden von den Frauen dann weiterverkauft.Gebaut wurde der Solar-Mango-Trockenofen im letzten Jahr nach Plänen, die Studenten angefertigt hatten. Wir hatten uns vor zwei Jahren einen ähnlichen Ofen in der Außenstelle der Fakultät für Umweltwissenschaften angeschaut und waren hellauf begeistert. Das Schweißen des Gehäuses wurde im Nachbardorf Bulock gemacht. Eine einfache Art, die vielen vorhandenen Mangos weiter zu verarbeiten und sich eine Einnahmequelle zu erschließen.

Der erste Morgen in Kouram

Zu unserer Freude gab es zum Frühstück gegen neun Uhr Baguette und Kaffee. Ich kannte noch den Hirsebrei, der vor zwei Jahren erst gegen Mittag serviert wurde. Ohne Frühstück fällt mir der Start immer recht schwer.Nach dem Frühstück sind wir zunächst in den Wald gegangen, um Affen zu sehen. Natürlich gab es unterwegs viel zu bestaunen, von riesigen Termitenhügeln bis zu Früchten, die wir vom Baum runter holten (einer von uns, ich nicht, ist mutig hochgeklettert) und aßen, von denen ich aber noch nicht weiß, was das ist. Sie sehen aus wie dicke, etwa zehn Zentimeter lange halbmondartige Bananen. Aufgebrochen findet man darin mit etwas Fruchtfleisch ummantelte Kerne, so um die vierzehn Stück. Dann sind wir tatsächlich noch auf Affen gestoßen, die etwas durch uns aufgeschreckt von Baumkrone zu Baumkrone sprangen. So schnell wie sie waren haben wir es aber nicht geschafft, sie zu fotografieren.

Ankunft im Dorf Kouram

Das ganze Dorf war versammelt, als wir in Kouram ankamen. Wir fuhren zu dem Platz, an dem auch „unser“ Haus liegt, und da waren sie alle. Was für ein Empfang. Alle freuten sich, Thomas Badji (mein Namen, den ich vor zwei Jahren im Dorf erhalten hatte als Ausdruck, einer der ihren zu sein) wiederzusehen. Sie freuten sich natürlich ebenso über alle anderen Mitreisenden, insbesondere ihre Verwandten, denn einige der Vereinsmitglieder haben ihre Wurzeln in dem Dorf.Nach dem ersten Empfang richteten wir uns erst einmal ein. Die einfachen Matratzen, die abends noch acht Zentimeter dick waren, morgens aber auf einen Zentimeter zusammengeschrumpft zu sein scheinen, zumindest an den Stellen, auf denen man liegt, wurden in den verschiedenen Räumen auf den nackten Steinboden ausgelegt. Ein einfaches Laken darüber gelegt, dann das Moskitonetz aufgehängten, und fertig war die Schlafstätte.

Noch schnell eine kühlende Dusche, sprich hinter dem Haus aus einem Eimer mit einem kleinen Becher Wasser über den Körper geschüttet, während man etwas erhöht auf einem Stein steht, dann waren wir fertig für das Abendessen, das um Mitternacht serviert wurde. Dieses Bestand aus großen Tellern voll Hirse und etwas Fleisch. Vier Leute teilen sich einen dieser Teller, die auf dem Boden stehen und wo man sich einfach auch auf dem Boden davor hockt. Nach dem Essen noch etwas Smalltalk, dann fielen wir wie Steine in die Betten.

Busfahrt nach Kouram

Mustafa hatte einen tollen großen Bus organisiert, der etwa 20 Personen Platz bietet. So konnten wir bequem weiterreisen. Mittlerweile wurde es schon dunkel, so dass fast jedem mal zwischendurch die Augen zufielen. Auch das viele Warten kann sehr anstrengend sein, vor allem bei den warmen Temperaturen.Als wir das gambische Bulock erreicht hatten, begann ein spannender Teil der Reise. Zum Dorf Kouram führen von dort nur unbefestigte Straßen und wir wählten die weniger befahrene Straße, da die „Hauptstraße“ durch die vielen Regenfälle und den schweren Transporterverkehr sehr schlecht befahrbar ist. Aber auch unser Weg war nicht einfach. Er führe uns durch ein dicht bewachsenes Gebiet, Bäume und Sträucher schlugen oft gegen das Fahrzeug. Und es ging auch durch riesige Pfützen. Um sie etwas zu umschiffen, schnitten wir die Böschungen an, so dass der Bus des öfteren mal eine gefährliche Schräglage erreichte.

Die Fährfahrt über den Fluss Gambia

Mit Mustapha’s Hilfe gelangten wir nach ein wenig Wartezeit in einen abgesperrten Bereich vor dem Fähranleger, eine 300 Meter lange Straße, auf der schon einige Autos auf die nächste Fähre warteten, die aber auch die Fahrzeuge und Fußgänger von der Fähre nutzen, wenn sie diese verlassen. Der Zugang ermöglichte uns, vor allen anderen auf die Fähre zu kommen, ein großer Vorteil, wenn es einen großen Andrang gibt.Auch wenn wohl zwei Fähren im Einsatz waren, es dauerte trotzdem zwei Stunden, bis wir auf die Fähre kamen. Der große Andrang blieb aus, zum Glück, denn es regnete auf der doch langen Überfahrt und viele überdachte Plätze gab es nicht. Nach einer halbstündigen Überfahrt erreichten wir das andere Ufer und wieder wollte jeder der erste sein, der die Fähre verlässt.

An der gambischen Grenze

An der gambischen Grenze angekommen entluden wir das Gepäck vom Dach des Busses und häuften es auf einem Platz neben der Straße auf. Dann zahlten wir den Busfahrer und verabschiedeten ihn. Mustapha aus Gambia war schon auf der Fähre zu uns, es dauert trotzdem gut zwei Stunden, bis er zu uns stieß. Er half uns zunächst bei den Einreiseformalitäten. Wir drei Deutschen wurden zu den gambischen Grenzbeamten gebeten, die uns in ein Einreisebuch eintrugen und noch ein paar Fragen wie nach unserem Beruf stellten. Sie hießen uns auf eine sehr freundliche Art willkommen in ihrem Land.Als wir alle Formalitäten erledigt hatten, nahmen wir unser Gepäck mit auf die gambische Seite, wo Mustapha einen Bus für die Fahrt zur Fähre über den Fluss Gambia organisiert hatte. Gut, dass die Fahrt nicht so lange war. Als gelernter Automechaniker bekam ich jedenfalls ein mulmiges Gefühl, einseitig ziehende Bremsen und ein Lenkspiel, das ein kontrolliertes Fahren fast unmöglich machte. Eine Vollbremsung möchte ich jedenfalls mit einem solchen Fahrzeug nicht erleben.

Die erste Fährfahrt

Auf dem Weg zur Grenze von Gambia mussten wir ein breites Flussdelta mit der Fähre überqueren. Als wir am Fähranleger angekommen waren, legte die volle Fähre gerade ab, so dass wir länger auf Ihr Rückkehr warten mussten. Die Zeit überbrückten wir mit Kaffee und Gebäck, das wir an einem der zahlreichen Ständen kauften, die vor traditionellen Strohhütten aufgebaut waren. Auch sahen wir dem Treiben der vielen Fische im seichten Wasser zu, die wir zum Teil auch mit Gebäckkrümel anlockten.Als die Fähre zurück kam, ging das rege Treiben los, jeder wollte schnell einsteigen. Fußgänger hatten nur an den Seiten Platz, wo es wenig Sitzplätze gab. Wir hatten einen Platz direkt hinter einem der beiden oben aufgestellten Dieselmotoren gefunden, keine gute Wahl, da der Lärm schon recht ohrenbetäubend war. Es hingen auch viele Rettungswesten rum, einige der Passagiere nutzten sie auch zu ihrer Sicherheit.

Die Überfahrt selbst war recht unspektakulär, so dass wir auf der anderen Seite wieder in unseren Bus steigen und an die Grenze von Gambia fahren konnten.

Straßenverkehr

Die Fahrzeuge auf den Straßen – PKWs, LKWs und Busse – sind oft in einem bedenklichen Zustand. Als wir am neuen Flughafen vorbei waren und durch ein nahe gelegenes Dorf fuhren, platzte einem vollbesetzten Bus mittlerer Größe ein Reifen. Es gab direkt einige Meter vor uns einen sehr lauten Knall, dann wirbelte der Staub der Straße auf, schließlich rollte der Bus mit seine, platten Reifen an uns vorbei.Man begegnet auf den Straßen auch LKWs, die bis in schwindelerregende Höhen vollgepackt sind. Unter viele Autobahnbrücken in Deutschland würden die sicherlich nicht mehr durch passen. Ein weiteres Problem sind die Abgase. Viele Motoren sind schlecht gewartet bzw. so verschlissen, dass sie Öl mit verbrennen, und so ziehen viele Fahrzeuge dichte Rauchschwaden hinter sich her.

Reise nach Kouram

Mit dem gemieteten Bus sind wir gut aus Dakar rausgekommen. Nach etwa einer eineinhalbstündigen Fahrt trafen wir auf ein umfangreiches Gebiet mit einer Vielzahl von Bauaktivitäten. Hier entsteht praktisch auf der grünen Wiese ein neuer Wirtschaftsstandort mit vielen Bürogebäuden, Wohnhäusern und Einrichtungen des täglichen Bedarfs. Auch ein Ministerium wird sich hier ansiedeln, Noch ist alles aber eine riesige Baustelle.

Nur wenige Kilometer dahinter wird der neue Flughafen von Dakar erstellt, der schon im nächsten Jahr in Betrieb gehen soll. Wie schon geschrieben hatten wir in Dakar in der Einflugschneise des jetzigen Flughafens gelebt, wo die Flugzeuge mit ohrenbetäubendem Lärm über uns in geringer Höhe hinweggeflogen sind. Wenn auch nicht so viele Flugzeuge pro Tag in Dakar landen, die Verlagerung wird für die Stadt gut sein. Eine Bahnverbindung soll den Flughafen und Dakar später verbinden.

Abreise nach Kouram

Die Abreise, geplant für sechs Uhr, steht jetzt unmittelbar bevor. Mit einer halben Stunde Verspätung liegen wir noch gut in der Zeit. Das Bild zeigt unseren Bus bis zur Grenze.

Wann ich wieder Internet habe, weiß ich noch nicht. Mustapha in Gambia ist instruiert, mir eine Sim-Karte zu organisieren, aber ob die dann auch im Dorf funktioniert ist unklar. So, auf geht es.

Am Vorabend der Abreise nach Kouram

Heute haben wir einen Bus organisiert, der uns morgen bis zur gambischen Grenze bringen wird. Eigentlich hätten wir gerne für eine Woche einen Bus gemietet und vor Ort genutzt, aber den haben wir leider nicht gefunden.

In Gambia wird uns unser Freund Mustapha hoffentlich weiterhelfen, wir haben heute Abend erneut mit ihm telefoniert, er sagte, dass er für die Weiterreise ein Fahrzeug organisieren kann. Nun, da bin ich gespannt.

Wir sind jetzt insgesamt 16 Leute, die nach Kouram reisen werden. Die Zahl war erst heute Abend klar. Es ist nicht ungewöhnlich hier, dass solche organisatorischen Dinge erst im letzten Moment geregelt werden. Fast alle Mitreisenden sind auch jetzt bei uns in der Unterkunft eingetroffen, vorhin gab es auch noch schnell ein improvisiertes Abendessen für alle, eingekauft hatten wir für fünf, aber am Ende ist jeder mit allem, was wir noch so finden können, satt geworden.

Morgen früh um sechs Uhr wollen wir los, derher geht es jetzt schnell ins Bett, um noch etwas Schlaf zu bekommen.

Besuch der Sklaveninsel Gorée II

Nachdem wir noch etwas die Insel mit ihren vielen Künstlerständen erkundet und uns in einem Restaurant gestärkt hatten, haben wir den Nachmittag im Wasser im Hafen von Gorée verbracht, wie auf Ngor eine angenehme Art und Weise, das warme Klima auszuhalten. Entsprechend voll mit einheimischen Jugendlichen war das Wasser.

Das Beitragsbild zeigt eines der wohl am meisten fotografierten Motive in Westafrika, das Sklavenhaus, welches heute ein Museum ist. Zwischen den geschwungenen Treppen erkennt man einen Lichteinfall. Das ist die Tür ohne Wiederkehr, wer damals da durch ist, wurde von dort auf ein Schiff verladen und in die neue Welt gebracht. 

Seitlich waren die Räume, in denen eng eingepfercht Männer, Frauen, Schwangere, Kinder und Kranke getrennt voneinander untergebracht waren. Für rebellierende Sklaven, die sich ihrer Freiheit nicht einfach berauben lassen wollten, gab es auch einen eigenen Raum. Und alle Räume ohne Toilette, wo die Sklaven oft über Wochen ausharren mussten. Eine gruselige Vorstellung. 

Besuch der Sklaveninsel Gorée I

Das Ziel heute war die alte Sklaveninsel Gorée, die direkt vor den Toren Dakars liegt. Es gab viele Plätze in Westafrika, von denen aus der Sklavenhandel betrieben wurde, doch ist dieser Ort besonders gut erhalten und dokumentiert.

Vorletztes Jahr hatten wir uns mit dem stellvertretenden Bürgermeister der Insel getroffen und erste Verbindungen zwischen der Insel und dem Verein Forêt Internationale geknüpft. Letztes Jahr hat dann eine Delegation im Sommer verschiedene Baumpflanzungen auf der Insel durchgeführt.

Unser erstes Interesse heute war natürlich, nach den Pflanzungen zu schauen. Leider war das Resultat enttäuschend, nur ein paar kümmerliche Reste waren zu finden. Hier müssen wir also nochmal ran und weitere Maßnahmen planen.

Institut für Umweltwissenschaften II

Dann wurden wir auch von dem Direktor des Instituts empfangen, Professor Bienvenu Sambou. Er ist dem Verein Forêt Internationale besonders verbunden, da er eines der Gründungsmitglieder ist. Er hält regen Kontakt zu den anderen Vereinsmitgliedern und lädt sie auch regelmäßig zu Veranstaltungen des Instituts ein.

Professor Sambou konzentrierte sich in seine Ansprache, die er uns zuliebe freundlicherweise auf Englisch gehalten hat, insbesondere auf die Bedeutung des internationalen Wissensaustausches zwischen europäischen Universitätsinstituten und seinem Institut. Hier gibt es schon einen regen Austausch, unter anderem wird auch gerade mit der Technischen Universität in Berlin ein entsprechender Austausch angestoßen.

Wir berichteten von unserem Vorhaben, das Projekt Friedenswald in diesem Jahr von Kouram aus auch in die benachbarten gambischen Dörfer Bulock und Kafuta auszudehnen. Professor Sambou zeigte sich beeindruckt und hob hervor, dass das Thema Umwelt auf jeden Fall eine grenzüberschreitende Thematik darstellt.

Institut für Umweltwissenschaften I

Ein großes Highlight des Tages war der Besuch des „Institut des Sciences de l’Environnement“, dem Institut für Umweltwissenschaften.

Zunächst stellte uns ein wissenschaftlicher Mitarbeiter die verschiedenen Forschungsprojekt, die sie bereits durchgeführt haben, an Hand von Schautafeln vor. Die Ergebnisse sind zum Teil auch für uns interessant, so wurde z. B. untersucht, wie Mangroven am besten gedeihen, wie der Pflanzenabstand und die Sonneneinstrahlung das Wachstum beeinflussen.

Dann stellte er uns die drei unterschiedlichen Master-Programme vor, die an der Fakultät absolviert werden können. Als Aufbaustudium angelegt dauert jedes Master-Studium in der Regel zwei Jahre.

Die juristische Fakultät

Als nächstes Stand der Besuch der „Faculte des Sciences Juridiques et Politiques“ auf dem Programm, kurz der juristischen Fakultät, an der Melinda und Amadou studieren und unterrichten.

Hier besuchten wir speziell das „Laboratoire d’Etudes et de Recherches en Politique et Droit de l’Environnement et de la Sante“ (LERPDES), eine Forschungseinrichtung, die sich mit Umwelt- und Gesundheitsfragen speziell aus rechtlicher und politischer Sicht beschäftigt.

Begrünung des Universitätsgeländes

Der Verein Forêt Internationale, der sich an der Universität von Dakar gegründet hat, führte im Jahr 2010 einige Aktionen zur Begrünung des Universitätsgeländes durch. Das Bild zeigt unsere Gruppe vor dem „Campus Vert“, dem grünen Campus, wo mit Unterstützung von verschiedenen Organisationen einPlatz begrünt wurde. Beteiligt waren unter anderem der DAAD, aber auch die Association Sénégalaise pour le Droit de l’Environment (ASDE), deren Präsident seinerzeit auch Amadou Badji war. An dieser Stelle wurden 25 Bäume gepflanzt, auf dem grünen Schild sind die verschiedenen Baumsorten aufgelistet, die ich hier nicht erneut aufliste.

Darüber hinaus hat der Verein noch an verschiedenen anderen Stellen auf dem Universitätsgelände Bäume gepflanzt. Eindrucksvoll ist eine Baumreihe entlang einer der Straßen auf dem Campus. Hier wurden für jeden Baum Partenschaften übernommen. Die Parten sind auf kleinen grünen Metallschildern, die neben dem Baum in die Erde gesteckt wurden, namentlich genannt. Es sind einige Mitarbeiter von Botschaften und Organisationen wie dem DAAD oder der Konrad Adenauer Stiftung darunter, aber auch Universitätsmitarbeiter und viele weitere Freunde des Vereins Forêt Internationale.

Besuch der Université Cheikh Anta Diop de Dakar

Heute war der erste offizielle Programmtag. Ein Besuch der Universität von Dakar, der Université Cheikh Anta Diop, benannt nach einem Gelehrten, stand auf dem Programm. Da wir nicht sehr weit weg von der Universität wohnen, sind wir zu Fuß dorthin gelaufen. Das Bild zeigt Nicole und Amadou, und die typischen, nicht immer Fußgänger-freundlichen Gehwege.

Anreise von Nicole

Heute Abend fuhren Amadou und ich zum Flughafen, um Nicole abzuholen, außer Sezar und mir nun die einzige Teilnehmerin aus Deutschland.

Dieses Mal also auf der anderen Seite der Ankunft, der wartenden Meute aus Abholern, Taxivermittlern, usw. Ok, war gar nicht so wild, alles ganz relaxed. Sieht anders aus, wenn man nach einem langen Flug aus dem Flughafen raustritt.

Nicole wird sicher bildlich bei einem der nächsten Blogbeiträge erscheinen, hier erst mal noch ein Bild aus einem „car rapide“ von heute Nachmittag.

Besuch auf Ngor

Heute Mittag sind wir mit dem „car rapide“ Richtung Ngor gefahren, um dort angekommen mit einem schmalen, langen Boot, einer Piroge, auf die gleichnamige Insel überzusetzen. Die Insel hat zwei kleine aber sehr schöne Strände, und da Sezar gerne schwimmt, ein ideales Ziel, um noch mal einen Tag auszuspannen.

Dort angekommen gingen Sezar und ich ins Wasser, wo wir uns gleich zwei Stunden aufgehalten haben. Bei den Temperaturen ein angenehmer Ort zum Verweilen. Im Laufe der Zeit füllte sich das Wasser immer mehr mit jungen Senegalesen, es war ein lustiges Treiben.

Abreise

Der Mitreisende am Flugplatz ist heute Nacht begleitet von unserer Reiseführerin nach Lissabon zurückgekehrt, da eine Einreise nicht ermöglicht werden konnte. Noch ist nicht geklärt, ob er über Gambia einreisen kann.

Und somit ist auch nicht klar, ob und wann unsere Reiseführerin wieder zu uns stoßen wir, die ja eigenlich für uns eine Schlüsselrolle hat. Ok, wir werden es auch so hinbekommen, die Vereinskollegen hier vor Ort versuchen alles.

Als Bild füge ich eines von heute Nachmittag hinzu, als wir mit dem „car rapide“ unterwegs waren, einem alten Bus, günstig und meist für unsere Verhältnisse maßlos überfüllt, den die Einheimischen nehmen.

Die Versammlung

Die Mitglieder des Vereins Forêt Internationale versammeln sich regelmäßig, um über die Initiativen und organisatorische Fragen zu sprechen und um Aufgaben zu verteilen. Sonntag Abend war die erste Versammlung, an der ich dann auch teilnahm.

Natürlich auf Französisch! Sie haben sich aber alle bemüht, dass ich mit meinen mittlerweile eher rudimentären Französisch-Kenntnissen auch etwas verstanden habe. Ging so, manche englischen Worte mussten helfen, eine Sprache, die hier nicht ausgeprägt ist.

Es wurde zunächst darüber gesprochen, wie man im nächsten Jahr die Kommunikation zu den verschiedenen Camps und Aktionen verbessern kann, da dieses Jahr speziell zu diesem Interkulturellen Umweltschutzcamp die Kommunikation hätte besser sein können.

Bezüglich diesem Camp sieht die Situation so aus, dass auf Grund der Lösungssuche für den Mitreisenden, der am Flughafen festsitzt, eine Programmänderung vorgenommen werden soll. Melinda, die zweite Vereinsvorsitzende, hat mit uns – und begleitet von ihrer einjährigen Tochter, die uns mit in ihr Spiel einbezog – die Programmoptionen besprochen. Dazu kamen weitere Hürden.

Bei demjenigen, der für die Logistik zuständig ist, ist wohl leider die Cousine bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, so dass er nicht zur Versammlung kommen konnte. Wie weit er noch zur Verfügung steht, ist auch noch nicht klar. Darüber hinaus ist bei demjenigen, der für die Finanzen verantwortlich sein soll, die Mutter schwer erkrankt, so dass auch seine Teilnahme unklar ist.

Wir haben dann darüber diskutiert, das Programm umzustellen, und evtl. schon am Mittwoch in die Casamance zu fahren. Hintergrund ist auch, dass wir einen Bekannten in Gambia haben, worüber wir mit Hilfe seiner Kontakte zu den Behörden den Mitreisenden am Flughafen vielleicht ins Land bekommen. Einmal in Gambia drin darf er auch in den Senegal auf Grund eines Staatsabkommens.

Jetzt gilt es aber auch zu organisieren, wer von den Senegalesen mitfährt und wieviel Geld er beitragen wird. Auch der Transport muss organisiert werden, wir haben vielleicht eine Möglichkeit, den Kleinbus der Mönche zu bekommen, wo wir untergebracht sind. Mal sehen, ob ich noch Fahrer werde, als Mechaniker würde ich schon benannt, und auf jeden Fall sehe ich mich auch schon als Kassenwart mit meinem iPad da sitzen und die Finanzen im Auge behalten.

Das Bild, das ich diesem Beitrag hinzufüge, zeigt einen Obststand am Straßenrand, wo wir noch schnell etwas eingekauft haben.

Etwa zum Wetter

Das Wetter ist heute sehr bewölkt, auch hat es gerade schon geregnet. Ok, wir sind ja auch in der Regenzeit hier. Amadou meinte heute morgen, dass es im Dorf Kouram die ganze Zeit schon regnet. Das Dorf liegt bereits im subtropischen Gebiet.

Das Bild zeigt die Straße vor unserem Gebäude, die dunkelbraune Tür rechts neben dem Taxi ist unser Eingang.

Erste Taten – Geld wechseln und einkaufen

Amadou, der im benachbarten Zimmer geschlafen hatte, konnte ich heute Morgen gewinnen, mit mir loszuziehen und Geld zu wechseln. Ohne einheimisches Geld ist man doch sehr eingeschränkt.

Da aber heute Sonntag ist, sind natürlich auch alle Banken geschlossen. Wir hätten an einen Automaten gehen können, aber statt dessen haben wir uns auf die Suche nach einem Geldwechsler begeben.

Amadou fragte sich durch, vornehmlich bei dem Wachpersonal der Banken. In Höhe der Universität wurden wir fündig. Eine junge Frau, die Amadou am hinten der Bank gelegenen Wohngebäude ansprach, führte uns in eine Wohnung und setzte uns in ein sehr dunkles und warmes Wohnzimmer mit vielen Couchen.

Etwas später kam ein älterer Mann rein. Amadou und er diskutierten etwas, dann sagte Amadou mir den Wechselkurs von einem Euro, der bei 655 Francs CFA liegt. Der Mann zog nach meinem Ok einige Geldbündel unter seiner weiten Kleidung hervor und zählte den Gegenwert von einhundert Euro ab, anschließend tauschten wir das Geld aus. Etwas dubios, aber er besitzt wohl die Bank vorne, also letztlich doch ok.

Auf dem Rückweg noch schnell etwas eingekauft, schließlich muss auch Sezar, der in der Unterkunft wartete, versorgt werden. Dazu gibt es neben vereinzelten Supermärkten viele kleine Läden in unmittelbarer Nähe (siehe Bild), die rund um die Uhr, also auch die Nacht hindurch, betrieben werden.

Erste Taten – Geld wechseln


Amadou, der im benachbarten Zimmer geschlafen hatte, konnte ich heute Morgen gewinnen, mit mir loszuziehen und Geld zu wechseln. Ohne einheimisches Geld ist man doch sehr eingeschränkt. Da aber heute Sonntag ist, sind natürlich auch alle Banken geschlossen. Wir hätten an einen Automaten gehen können, aber statt dessen haben wir uns auf die Suche nach einem Geldwechsler begeben. Amadou fragte sich durch, vornehmlich bei dem Wachpersonal der Banken. In Höhe der Universität wurden wir fündig. Eine junge Frau, die Amadou am hinten der Bank gelegenen Wohngebäude ansprach, führte uns in eine Wohnung und setzte uns in ein sehr dunkles und warmes Wohnzimmer mit vielen Couchen. Etwas später kam ein älterer Mann rein. Amadou und er diskutierten etwas, dann sagte Amadou mir den Wechselkurs von einem Euro, der bei 655 Francs CFA liegt. Der Mann zog nach meinem Ok einige Geldbündel unter seiner weiten Kleidung hervor und zählte den Gegenwert von einhundert Euro ab, anschließend tauschten wir das Geld aus. Etwas dubios, aber er besitzt wohl die Bank vorne, also letztlich doch ok. Auf dem Rückweg noch schnell etwas eingekauft, schließlich muss auch Sezar, der in der Unterkunft wartete, versorgt werden. Dazu gibt es neben vereinzelten Supermärkten viele kleine Läden in unmittelbarer Nähe (siehe Bild), die rund um die Uhr, also auch die Nacht hindurch, betrieben werden. Das Wetter ist heute sehr bewölkt, auch hat es gerade schon geregnet, ok, wir sind ja auch in der Regenzeit hier. Das zweite Bild zeigt die Straße vor unserem Gebäude, die dunkelbraune Tür rechts neben dem Taxi ist unser Eingang.

Ankunft in Senegal

Gegen zwei Uhr nachts kamen wir nach vier Stunden Flug am Flughafen in Dakar an. Noch im Flugzeug wurden wir Zeugen, dass sich hier der Umgang miteinander von dem Gewohnten unterscheidet.

Kurz vor dem Aussteigen sind eine mittelalte Frau und ein ebensoalter Herr wohl in einen Streit geraten, kein Wunder bei der Enge und Hecktick, die entsteht, wenn das Flugzeug zum Stehen kommt und jeder so schnell wie möglich raus will. Jedenfalls führten beide ihren Streit lautstark und mit nicht enden wollenden Redeschwallen von beiden Seiten ohne erkennbare Pausen im Argumentationsaustausch aus. Ununterbrochen redeten beide gleichzeitig aufeinander ein, bis der Mann sich unter Schimpfen entfernte und den Streit so beendete.

Dann strömten wir alle aus dem Flieger hin zur Passkontrolle. Ein wenig Hauen und Stechen gehört dabei dazu, um einen guten Platz in der sich bildenden Schlange zu ergattern und nicht nach hinten durchgereicht zu werden. Da waren Europäer und Afrikaner gleich im Verhalten. Dann die Freude, direkt hinter der Passkontrolle stand schon Souleymane Tamba, ein Vereinsmitglied, das ich schon vor zwei Jahren hier kennengelernt hatte. Aber wie hatte er es dorthin geschafft?

Als wir durch die recht harsche Passkontrolle mit einsilbiger Ausfragung (z. B. „Adresse?“ laut rausgeschrien war die höfliche Frage nach „Wo werden Sie während Ihres Aufenthaltes im Senegal wohnen?“) gelangt waren, fielen Souleymane und ich uns in die Arme. Er begrüßte noch meinen Sohn, dann führte er uns in einen Nebenraum hinter der Passkontrolle, ein großer Raum mit Sesseln und Sitzgelegenheiten an beiden langen Wänden, ein laufender Fernseher und eine Klimaanlage, sonst recht kahl, also nur Raum.

Hier trafen wir auf unsere deutsche Reiseführerin und einen weiteren Teilnehmer des Programms, sowie auf Amadou Badji, dem Vorsitzenden des Vereins Forêt Internationale. Der nichtdeutsche Teilnehmer wurde nicht ins Land gelassen, da er entgegen der zuvor gegebenen Information nun doch ein Visum brauche. Der Verein versucht gerade alles, mit Unterstützung der Universität von Dakar die Einreise zu ermöglichen. Unsere Reiseführerin bleibt derweil im Flughafen an seiner Seite, bis eine Lösung gefunden ist. Wir ließen den beiden ein paar mitgebrachte Lebensmittel da, dann gingen wir, unsere Koffer aufzulesen.

Mit Amadou verließen wir dann den Flughafen. Vor zwei Jahren war das noch ein anstrengendes Unterfange, da man sich durch Massen von Leuten, Taxifahrern, Geldwechslern, Guides usw. kämpfen musste, die alle ihre Dienste anboten. Ein neuer Zaun zur Trennung der Ankommenden von den Wartenden hat diese Situation nun entspannt.

Draußen angekommen führte Amadou trotzdem eine vertraute Verhandlung mit einem Taxianbieter, indem er völliges Desinteresse an seinen Diensten zeigte, dieser aber nicht aufhörte, auf ihn einzureden. Nach wenigen Argumenten gab es dann eine Einigung, aber wir wurden zu einem anderen Taxifahrer geführt. Die Auswahl führte wohl zu Missmut bei einem anderen dort wartenden Kollegen, der die Fahrt noch abluchsen wollte, dagegen haben wir uns mit Sturheit erwähnen können.

Wir fuhren dann in die Stadt zu unserer Unterkunft, soweit ich weiß ein von Mönchen geführtes Haus. Ein kahles Zimmer mit zwei Betten, einem Bad mit Toilette und Dusche, ein Kreuz an der Wand, alles prima. Ein Ventilator sorgt auch für etwas Bewegung in der feuchten Luft. Dass die Spülung der Toilette nicht geht und durch einen Eimer Wasser ersetzt ist, sehen wir eher als Luxusproblem. Auch dass die Unterkunft in der Einflugschneise des Flughafens liegt stellt kein Problem dar, es sind nur wenige Flugzeuge, die über uns drüber fliegen. Wir fanden trotzdem einen erholsamen Schlaf.

Lissabon zu Fuß

Mein Sohn durfte heute meine Vorliebe für lange Fußmärsche in einer mir wenig bekannten Stadt erfahren. Für seinen gezeigten Missmut spricht, dass wir in der frühen Nachmittagssonne unterwegs waren und kaum nach schattigen Plätzen Ausschau gehalten haben.

Ich wollte zu den Anlegern, wo eine große Zahl von Windjammern aus allen Herren Ländern festgemacht hatten. Mein Sohn möchte meine Begeisterung dafür nicht gleich teilen, aber im Nachhinein fand er es doch ganz ok. Überall auch singende Jungs in Uniform, ein tolles maritimes Feeling.

Später haben wir uns dann auf dem Platz Parca do Comercio eine schattige Ecke gesucht, um uns auszuruhen. Ich bin gleich mal eine Stunde eingeschlafen, war wohl doch ein anstrengender Marsch. Ok, ein Punkt für Sezar. Dann haben wir noch etwas dem Treiben auf dem Wasser zugeschaut, jetzt sitzen wir schon wieder im Flughafen, von wo es gleich in Richtung Dakar geht.

Zwischenstopp Lissabon

Als ich den Flug gebucht hatte, kamen mir schon Zweifel, ob der lange Aufenthalt in Lissabon von neun Uhr morgens bis zehn Uhr abends nicht in einer ewigen Warterei in einem Flughafenterminal endet, wo mein anspruchsvoller Sohn seine wachsende Langeweile mangels Ablenkungsmöglichkeiten stundenlang über mich ergießt. 

Nichts von dem trifft zu. Einfach raus aus dem Flughafen, in den Bus in die Innenstadt gesetzt und schon sind wir in einer der schönsten und faszinierendsten Stadt Europas. 

Nach einem kleinen Marsch den Hügel hoch sitzen wir nun auf der Straßenterasse eines Restaurants nahe dem Castelo, warten auf unser Essen und genießen das Treiben auf den verwinkelten Straßen. Ein Tipp für das nächste mal, unbedingt einen langen Zwischenstopp einplanen, der Preis dafür war nur das frühe Aufstehen um drei Uhr nachts, aber das war es wert.

Was ist der Verein „Forêt Internationale“?

Forêt Internationale (Internationaler Wald) ist ein im Senegal eingetragener Verein, der zum Ziel hat, durch Aktionen im Bereich Klimaschutz und Umweltbildung unseren Planeten lebenswerter zu machen. Der Verein hat sich an der Universität von Dakar aus Studenten und Dozenten unterschiedlicher Fachrichtungen gebildet.

Die Aktionen des Vereins umfassen die Wiederaufforstung mit Wald- und Obstbäumen sowie Mangroven, die Installation von Anlagen im Bereich erneuerbare Energien (Solaranlagen, Biogasanlagen), die Sensibilisierung für die Umwelt durch Müll sammeln und Müllvermeidung, aber auch den Dialog zwischen den Religionen zu führen und mit den Einwohnern der Dörfer in der Casamance zu diskutieren und zu feiern.

Dazu lädt der Verein Menschen auf der ganzen Welt ein, durch ihre Beteiligung an den konkreten Aktionen wie dem interkulturellen Umweltschutzcamp an den Zielen im Bereich Klimaschutz und Umweltbildung mitzuwirken. Und zwei davon sind dieses Jahr wir, mein Sohn Sezar und ich, Thomas.

Was ist unser Plan für das interkulturelle Umweltschutzcamp?

Die ersten drei Tage sind wir in Dakar, der Hauptstadt Senegals. Wir werden dort nicht nur die Stadt besichtigen, sondern auch die vor Dakar gelegene ehemalige Sklaveninsel Goree. Und natürlich werden wir an die Universität von Dakar gehen, wo sich der Verein Forêt Internationale gegründet hat.

Weitere drei Tage verbringen wir in Joal. Hier werden wir die Muschelinsel besuchen, die hauptsächlich von Christen bewohnt wird, wohingegen der Senegal zu 90% muslimisch ist. Dort werden wir auch einen christlich-islamischen Dialog mit Vertretern beider Religionen führen. Schließlich steht auch noch das Pflanzen von Mangroven auf unserem Plan.

Weiter geht es durch Gambia mit einer aufregenden Fährenfahrt über den gleichnamigen Fluss in die Casamance, wo wir im senegalesischen Dorf Kouram gleich hinter der Grenze von Gambia untergebracht sind. Unser Ziel ist es, das Projekt „Forêt de la Paix“ (Friedenswald), welches wir vor zwei Jahren zusammen mit den Bewohnern von Kouram begonnen haben, heuer auch auf die Dörfer der Umgebung wie auch dem gambischen Nachbardorf Bulock auszuweiten.

Zusammen mit den Einheimischen Forsten wir die während der vor einigen Jahren wütenden kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Aufständischen und Regierungstruppen abgeholzten Wälder wieder auf. Damit wollen wir einen Beitrag zur Sicherung der Lebensgrundlage leisten und uns gegen den Klimawandel engagieren.

Nach sieben Tagen im Dorf kommt die Rückfahrt nach Dakar und der anschließende Heimflug. Wir haben ein umfangreiches Programm für unser interkulturellen Umweltcamp aufgestellt, worüber wir in diesem Blog je nach Verfügbarkeit von Internet berichten werden. Sicherlich kommen noch weitere spannende Punkte hinzu, seid also gespannt auf das was kommt.

Es geht los

image

Auf geht es, zunächst fliegen wir nach Lissabon, wo wir einige Stunden Aufenthalt zu überbrücken haben. Durch die gestrige Ausnahmesituation in München war schon die Anreise zum Flughafen München etwas aufregend, der Nachtbus zum Ostbahnhof kam nicht, eine kurze Taxifahrt löste das Problem. Dann hatte aber auch die S-Bahn zum Flughafen 20 Minuten Verspätung. Egal, jetzt sitzen wir im Flieger.